AfghanCash-Newsletter vom 4. April 2002

 

 

·       Vortrag in St. Gallen:

Donnerstag 18. April 20:00, Katharinensaal St. Gallen (beim Marktplatz), Eintritt frei

 

·       Neues Hilfsprojekt

Farid Akbarzada ist in diesen Stunden auf dem Weg nach Afghanistan und wird dort 8000.- CHF Dirkethilfe von Impuls Afghanistan an die Opfer der jüngsten Katastrophe verteilen.

 

·       Wiederaufbau Afghanistans

Die Sache läuft leider nur sehr schleppend an. Die Weltbank hat unter: www.wordlbank.org/afghandirectory einen Pool von interessierten Expertinnen und Experten gebildet.

 

 

 

Liebe Freundinnen und Freunde von IMPULS AFGHANISTAN!

 

 

Fünf Minuten vor meinem Vortrag im Kinderdorf Pestalozzi über „Afghanistan – Zeiten des Umbruchs“ erfuhr ich von dem jüngsten Erdbeben in Afghanistan. Die Erde in Afghanistan kommt nicht zur Ruhe. Die Tragödie will nicht enden. Schmerz und Trauer dominieren die Gegenwart und die Zukunft. Einmal mehr wurden mir durch meine Arbeit zwei Dinge bewusst: Wer liebt der leidet, wer leidet der liebt. Wer in Afghanistan kleine konkrete Schritte geht, zahlt einen hohen Preis.

Aber in dieser Zeit bleibt auch selten viel Raum für die Optimisten!

 

Die vergangenen Vorträge, diverse Artikel (Sonntag, Saiten, Walliserboten) und zahlreichen Begegnungen mit wunderbaren Menschen, die mir vertrauen und mich unterstützen, haben unsere Projekte weiterentwickelt und neue Ziele definiert. Gerade heute ist Farid Akbarzada auf dem Weg nach Kabul. Im Namen von Impuls Afghanistan wird er für 8000.- CHF Hilfsgüter erwerben und persönlich die Verteilung des Materials an Bedürftige insbesondere des letzten Erdbebens verteilen. Ich danke Farid für seinen Mut und Einsatz in einem schwierigen Umfeld.

Wir haben uns nach detaillierten Abklärungen in direkter Zusammenarbeit mit DEZA, EDA, Glückskette und Caritas gegen die Beteiligung an einem Charterflug mit Hilfsgütern für die Erdbebenopfer entschieden. 48 Stunden nach dem Erdbeben schien uns der sofortige Bedarf an Material nicht gegeben. Es sind genügend Hilfsgüter bereits in der Region. Das Problem ist einmal mehr die Übernahme der Verantwortung bei der Verteilung in den abgelegenen Regionen. Unsere Mittel können durch Farid effizienter eingesetzt werden.

 

Noch warten wir auf Fotos und Dokumente, die den Erfolg des letzten Hilfsgütertransportes beweisen werden. Im Lager der Ostschweizer Hilfe für Afghanistan in Lenzburg liegen rund 20 Tonnen Jacken, Schuhe, Instrumente, Solarkocher und Kleider bester Qualität bereit. Impuls Afghanistan wird sich am Transport dieser Güter massgeblich beteiligen, sobald die Sicherheit des Transportes bis zu den Bedürftigen nach menschlichem Ermessen garantiert ist.

 

Aria MailOffice und AfghanCash sind nach wie vor sehr aktuelle Ideen. Kommunikation ist ein Grundbedürfnis in einem Land, das von Geschichten lebt. Ich bin mit allen Mitteln dabei, die EntscheidungsträgerInnen an den mit dem Wiederaufbau Afghanistans beschäftigten Stellen von unserer Vision zu überzeugen. Der grösste Teil des Potentials der afghanischen Wirtschaft (Kapital und Wissen) ist in einem Netzwerk (Exilafghanen) verteilt über die ganze Welt. Dieses Netzwerk gilt es anzubinden und geschickt zu nutzen. Aria MailOffice ist der erste Schritt in diesem Prozess.

 

Ich habe die Gelegenheit genutzt und auf Einladung der Weltbank meinen Lebenslauf und meinen Bezug zu Afghanistan auf dem Internet abgelegt:

www.worldbank.org/afghandirectory

Das Verzeichnis bietet uns die Chance auf unsere junge und innovative Idee hinzuweisen und uns einem breiten Publikum zu präsentieren (Geheimdienste eingeschlossen). Ich danke Beat Lenel für seine Unterstützung bei der Erstellung der notwendigen Unterlagen.

 

Am Donnerstag den 18. April um 20:00 im Katharinensaal in St. Gallen werde ich noch einmal „Impressionen eines Afghanistanreisenden“ präsentieren. Ich habe den Vortrag nach einer langen Designphase immer wieder überarbeitet. Es war eine schöne Erfahrung, Bilder, Farben, Musik und Texte zu kombinieren, um die Erfahrungen von 4 Reisen und einem intensiven Lernprozess für mein Publikum fassbar zu machen. In einer gewissen Weise ist das Ergebnis eine Fortsetzung der „Improvisation zu Bildern aus Afghanistan“, die mir Lukas Bolt am Benefizkonzert im Dez. 2001 ermöglichte. Das Produkt fordert die Sinne meiner Gäste. Trotzdem hoffe ich, dass Ihr für mich ein bisschen Werbung macht und euch allenfalls  selber für einen Besuch entscheiden könnt.

 

Liebe Grüsse

 

Christian (Präsident von IMPULS AFGHANISTAN)

 

 

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http://www.afghancash.com

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